Ephemere Lichtkörper des Fensters (Reflexion-Serie)
plastische Momentaufnahmen von Reflexionen in Ton
2024-2025
Weiterführung meines Projekts: I love reflections (Instagram archive)
Die Künstlerin verarbeitet ihre Beobachtungen und Emotionen auf unterschiedlichste Weise in Ton. Bei ihrer aktuellen Serie stellt sie nicht, wie so oft, Formen des menschlichen Körpers dar, sondern überträgt Momentaufnahmen aus der Architektur ins organisch Dreidimensionale – sozusagen Bewegungen und Formen der architektonischen Körperlichkeit. Dabei geht es konkret um Reflexionen von Fenstern, die sie in ihrem alltäglichen Leben auf der Straße entdeckt.
Diese Licht-Gebilde sind Momentaufnahmen: Sie entstehen durch den Lichteinfall der Sonne auf Glasscheiben, die auf die Straße oder auf gegenüberliegende Häuser reflektiert werden. Meist unentdeckt, legen sie sich wie ein transparenter Film über die starre Architektur und verbinden Innen und Außen, Festes und Flüchtiges.
Die Einfachheit der Faktoren, die in ihrer Komplexität genau in diesem Zeitpunkt so zusammenspielen (Jahreszeit, Sonnenstand, Fensterposition), dass sie abstrakte Muster reflektieren, fasziniert die Künstlerin sehr. Sie sammelt diese flüchtigen Momente des Lichtspiels fotografisch und filmisch (@i.love.reflections) – ein Archiv des ephemeren Lichts. Ebenso fängt sie diese Figuren im Ton ein, indem sie ganz neue Gestalten des Fensters modelliert und so Strukturen der gebauten Umwelt zu skulpturalen Körpern formt. Es entstehen plastische Momentaufnahmen von der Bewegung des Lichts. Sie dokumentieren nicht nur das Sichtbare, sondern auch das Gefühlte – ein Dialog zwischen Licht, Raum und Material.
° ausgestellt bei:
Schmelzpunkt 2.0 (Gruppenausstellung)
Grossraum, Wien
16. - 22.05.2025





























